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Schwarzbuch Staatsfunk

Nase voll von Nudging, Framing, Desinformation und Schweigespirale? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war einst ein Vorzeigemodell einer Grundversorgung der Bevölkerung mit Information und Unterhaltung. Inzwischen ist es nur noch ein rot-grünes Belehrungs- und Erziehungsprogramm, das wir alle teuer bezahlen.

Schwarzbuch Staatsfunk
Josef Kraus, Walter Krämer (HG)
Schwarzbuch Staatsfunk
Desinformation statt Information

Das Schwarzbuch Staatsfunk ist eine Sammlung von Aufsätzen über ein Phänomen, das uns nun schon seit Jahren beschäftigt. Das Modell des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, der aus einer Zwangsgebühr von allen Bürger finanziert werden muss, ist zu einem rot-grünen Erziehungs- und Belehrungsprogramm mutiert. Nicht einmal näherungsweise bildet das Personal der Anstalten die politischen Ansichten der Bevölkerung ab.

Viele Menschen haben die Nase voll von dem System ÖRR in Deutschland. Im Schwarzbuch Staatsfunk haben 20 Autoren, die teilweise aus dem System kommen, über das Phänomen geschrieben. Es ist mehr als nur Dampf ablassen, es ist eine umfassende Beschreibung eines dysfunktionalen Systems, das immer weniger Bürger erreicht.

Auch der Autor dieser Zeilen durfte seinen Beitrag leisten. Hier eine kleine Leseprobe:

Nicht Fake News und „falsche“ Meinungen sind das Problem. Öffentlich-rechtliche Medien und dominierende Agenturen machen Politik mit Auslassungen. So sind viele Menschen schlecht bis gar nicht und damit falsch informiert.

Wir leben in einer Mediengesellschaft. Für diese Aussage wären im Grunde fünf Euro ins Phrasenschwein fällig, denn die Anzahl der Medien, die um die Gunst der Leser und Zuschauer buhlen, war noch nie so hoch. Wir leisten uns in Deutschland den Luxus eines hochbezahlten öffentlich-rechtlichen Rundfunks, für den die Sendeanstalten 8,74 Milliarden Euro im vergangenen Jahr eingesammelt haben. Dazu kommt eine sehr große Anzahl an Zeitungen, die sich von der klassischen regionalen Tageszeitung bis hin zum überregional bedeutenden Blatt bewegen. Auch die neuen oder alternativen Medien haben in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum hingelegt. Hinzu kommen Fachzeitschriften für jede noch so ausgefallene Profession und mannigfaltige Hobbies. Man könnte also im Grunde von einer bestens informierten Gesellschaft ausgehen und läge damit so weit daneben, wie es nur eben noch geht. 

Rückblende in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Es gibt die Tageszeitung und die Tagesschau. Dazu kommt ein Magazin nach Geschmack, meistens war es der Spiegel. „Ich muss noch eben die Meldungen hören“, so lautete die Ansage, wenn man die Tagesschau sehen wollte. Und in der Tat bestand die 15-minütige Hauptausgabe der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung daraus, dass überwiegend Meldungen verlesen wurden. Das geschah nüchtern, mit klarer aber wenig betonter Sprechweise, fast ohne Attribute und unter Verzicht auf persönliche Meinung. Der Kommentar, ein wichtiger Bestandteil der Nachrichtensendung, wurde eigens an- und abmoderiert, um jede Verwechselung auszuschließen. Man war informiert. Am Stammtisch konnten die Herren mitreden, und natürlich löste man beim dritten Bier jedes Problem, an dem die große Politik scheiterte. Tatsächlich war man informiert, denn die Abfolge kurzer, klarer und meinungsfreier Meldungen vermittelte einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Ereignisse. 


Schwarzbuch Staatsfunk
S. 80ff.

Josef Kraus, Walter Krämer
Schwarzbuch Staatsfunk
Desinformation statt Information

Beschreibung

Der mit fast neun Milliarden Euro pro Jahr weltweit teuerste Öffentlich-Rechtliche Rundfunk (ÖRR) Deutschlands steckt in der Krise. Immer mehr Gebührenpflichtige verweigern die Zwangszahlung von 220,32 Euro jährlich.a Die üppigen Gehälter für Intendanten und die Gagen für „Star“-Moderatoren wurden zum Ärgernis. Nur noch die Hälfte der Bundesbürger vertraut ARD, ZDF und Deutschlandradio. Vor allem regt sich der Unmut der Beitragszahler, die nicht einmal in den Kontrollgremien vertreten sind, gegen die einseitige politische Ausrichtung der rund siebzig ÖRR-Programme. Die Politik, die qua Medienstaatsvertrag für die ÖRR zuständig ist, schaut tatenlos zu. Die Folge: Der deutsche ÖRR hat den Ruf, ein Staatsfunk zu sein. All die Ärgernisse greift dieser Band unter anderem mit Beiträgen von ehemaligen ARD/ZDF-Mitarbeitern auf.