Über die disputata

Wir leben in bewegten und bewegenden Zeiten. Wirtschaftskrise, Euro-Rettung, religiöser Fanatismus, Nationalinteressen, Ressourcenverteilung, Wirtschaftsinteressen, Kriege, Wirtschaftssanktionen, Terrorismus, Rassismus und Flüchtlingsströme sind nur einige der Fährnisse des Lebens, die uns alle derzeit beinahe täglich mehr oder weniger herausfordern. Zeitung, Fernsehen, Radio und Soziale Medien quellen über von Beiträgen, die uns die Geschehnisse und die Welt erklären wollen.

Man sollte meinen, die Menschen seien gut informiert. In etwas ruhigeren Zeiten schienen die Informationen ausreichend. Doch seit geraumer Zeit ist spürbar, dass viele Menschen sich durch die Auswahl der Themen und die Art der Berichterstattung alteingesessener Medienunternehmen nicht mehr wirklich informiert fühlen. Sie hadern auch oft mit der Einordnung des Geschehens durch deren Redaktionen. Rückmeldungen in den Kommentarbereichen der Online-Auftritte und Leserbriefe zeigen eine große Entfremdung zwischen Rezipienten und vielen Medienschaffende.

Besonders betroffen sind da offenbar Mitmenschen, die man früher in einem großen gesellschaftlichen Spektrum zwischen aufgeklärtem Bürgertum, liberalen Intellektuellen bis tief hinein in eine bodenständigen Konservativismus zusammengefasst finden konnte. Viele dieser Menschen fühlen sich in der veröffentlichten Meinung in keiner Weise mehr vertreten.

Durch das Internet haben die Bürger inzwischen ein gutes Instrument, mit dem sie sich über das herkömmliche Medienspektrum hinaus fundiert und ungefiltert informieren können. Dennoch fehlt es oft an Menschen, die Denkanstöße und Interpretationshilfen bieten. Es fehlt den bürgerlichen und konservativen Lesern und Hörern schlicht jemand, der die Fülle an Informationen von einer ähnlichen Lebenswirklichkeit aus betrachtet, wie sie das zuhause leben und der diese Informationen kanalisiert, analysiert und interpretiert.

Diese Fachleute sind zwar selten, aber es gibt sie. Und unsere Autoren, die mit ihren klugen Gedanken, ihren streitbaren Kommentaren, ihrer ruhigen und fundierten Analysen hier schreiben, bieten eine gewinnbringende Alternative zur veröffentlichten Meinung an.

Wir wollen einige solcher Menschen zusammenbringen und sie im Internet gebündelt den suchenden Mitmenschen als inspirierende und streitbare Stimme in der Wüste einheitlicher medialer Beschallung anbieten. Dazu wurde dieses Portal aus der Taufe gehoben.

Auf der Seite mit dem Namen „disputata“ sollen sie den Menschen Stimme, Orientierung, Argumentationshilfen und Denkfutter bieten, die sich vom herkömmlichen Medienangebot abwenden. Unsere Autorinnen und Autoren wollen mit dazu beitragen, dass konservative und bürgerliche Köpfe sich nicht in eine Resignation zurückziehen. Wir wollen Themen kurz, präzise und prägnant präsentieren und damit zum Disput anregen und befähigen. Unsere Autorinnen und Autoren sollen gemeinsam eine gehaltvolle Plattform schaffen, die deutlich macht, dass die Welt anders aussieht, als es uns gerne vorgegaukelt wird.

Unsere Autoren und wir wollen mit der Zeit zeigen, dass in Deutschland ein vitales Bürgertum eigene Informationskanäle, Stimmen und Meinungen hat, und wir wollen zeigen, dass wir im demokratischen Diskurs entschieden präsent sind.