Latest Posts

„Feiglinge!“ – eine Philippika an Medienschaffende

[…] Wer schreiendes Unrecht nicht beim Namen nennt, bereitet denen den Boden, die darauf ihr politisches Süppchen kochen. Ihr seid es, die durch ihr Schweigen alle Zuwanderer unter Generalverdacht stellen, weil man einzelne nicht anrühren darf. Für tausende Flüchtlinge ist das eine Katastrophe. Eure Unfähigkeit zu differenzieren fördert das Pauschalisieren; Euer Schweigen fördert die Fremdenfeindlichkeit. Und genau die können wir derzeit nicht gebrauchen, wenn wir das tun wollen, was menschlich und verfassungsgemäß, kurz, was angebracht ist: Den Flüchtlingen zu helfen, ohne sie gleich in die Ecke „potentiell sehr gefährlich“ zu stellen. […]

Von Bastian Volkamer

Tauber: „Tandem bona causa triumphat.“

[…] Schon denken einige darüber nach, ob man Peter Tauber denn nun – ohne rechliche Konsequenzen fürchten zu müssen – als Peter „Arschloch“ Tauber bezeichnen darf? Andere schlagen vor, der angegriffene Facebooknutzer möge Herrn Tauber verklagen, um festzustellen, ob die Bezeichnung als „A…loch“ und die Zuschreibung eines „kranken Hirns“ einer Hassrede gemäß den Vorstellungen des Justizministers entsprechen könnte. Und wenn nicht? Dann hat man die Legitimation, alle und jeden als „A…loch“ zu bezeichnen, dessen politische Einstellung man als unhaltbar betrachtet. A…löcher einfach mal A…löcher nennen? Bei solchen Vorsätzen kann das ein munteres Jahr werden – allerdings keines, auf das später mal Loblieder über den respektvollen Umgang miteinander gesungen wird. […]

Von Felix Honekamp

Jagdszenen in Köln: Viele Medien versagen erneut

[…] Diese jungen Männer stammen aus Nordafrika, sie sind polizeibekannt und treiben seit längerem ihr Unwesen in und um den Kölner Hauptbahnhof. Bekannt wurde das nicht durch Medienberichte, sondern durch Augenzeugen der Angriffe, die in sozialen Netzwerken auftauchten. Viele wurden umgehend von den Seitenbetreibern gelöscht, aber die unschöne Realität war nun auf dem Markt. Die Kölner Polizei reagierte umgehend mit einer Erklärung: Bei den Tätern habe es sich nicht um Flüchtlinge gehandelt, sondern um Nordafrikaner. Eine Aussage, die für mich schon jetzt die Qualität zum Satz des Jahres 2016 hat. […]

Von Klaus Kelle

Weihnachten: Überstanden?

[…] Und jetzt ist eben Weihnachten für die meisten vorbei, wo es doch – aus Sicht des Kirchenfestes – gerade erst begonnen hat. Aber die Auslagen der Supermärkte mussten schon direkt am 28.12. für Silvesterangebote Platz machen und selbst die werden jetzt durch Karnevalsartikel ersetzt. Aus der Zeit gefallen erscheinen da fast die Kirchen, in denen die Weihnachtsbäume erst in der Nacht zum 25.12. illuminiert wurden, und in denen die Bäume und Krippen nun auch noch mindestens bis zur Taufe des Herrn am 10.01. stehen bleiben. Die Weihnachtsbeleuchtung in den Einkaufszonen sind dann schon lange wieder abgeschaltet, Lebkuchen werden Sie nur noch in irgendwelchen Restposten zu kaufen bekommen … aber die liturgische Weihnachtszeit geht tatsächlich noch bis zum nächsten Sonntag! […]

Von Felix Honekamp

Verrohung und Empfindlichkeit – eine Jahresabschlussbetrachtung

[…] Die Unsicherheit über das Eigene führt zur Aggression gegen das Andere. Verrohung der Sprache wird zum Kommunikationsprinzip. Der Mensch scheint damit gleichsam die verloren gegangene Gemeinschafterfahrung wiederbeleben zu wollen. Früher sang man gemeinsam “Großer Gott wir loben Dich” und war zutiefst bewegt, ging für einen Moment in der Stimmung auf, konnte sich fallen lassen, sicher fühlen. Heute wird gemeinsam gemobbt. Facebook und Twitter sind die Kathedralen, der Shitstorm das gemeinsame Gebet. Lasset uns hetzen! […]

Von Josef Bordat

Demokratie ist, wenn man auch mal verliert

[…] In einem Klima, in dem Meinungen nur dann geduldet werden, wenn sie eben geduldet werden, weil sie zur Stimmung passen, und in dem diejenigen, die für genau dieses Klima verantwortlich sind, auch noch meinen, sie seien die Hüter der Meinungsfreiheit, in einem solchen Klima ist die Demokratie eine Veranstaltung, die zur Durchsetzung der eigenen Interessen dient. Mehr nicht. Und wenn die Interessen derer, die in den Redaktionen sitzen, nicht durchgesetzt werden, ist es eben keine Demokratie. […]

Von Josef Bordat

Zombiealarm in Berlin

[…] Ein Aufruf zur Gewalt ist auch unter dem Vorzeichen, „Kultur“ schaffen zu wollen, ein Aufruf zur Gewalt. Und nur zu schnell finden sich die, die diesem Aufruf nur zu willig folgen. Wie blind muß man sein, wenn man das nicht sieht? Es wird ganz und gar absurd, wenn ein Gericht in einem Land mit einschlägiger Vorgeschichte solcherart „Kultur“ sich zu schützen berufen fühlt. Wenn ein Landgericht in Deutschland es wirklich als schützenswerte Kultur ansieht, von der Theaterbühne aufzurufen, „Menschen mitten ins Gesicht zu schießen“, dann schießen wir womöglich den Menschen bald wirklich wieder ins Gesicht oder in den Rücken, wenn sie die falsche politische Meinung vertreten oder einfach nur (wo)anders leben wollen. […]

Von Peter Winnemöller

Verschobene Maßstäbe: Jubel über Unsinn

[…] Genau das passiert in diesen Tagen beim Betrachten der Bevölkerungsentwicklung. Die Geburtenrate steigt seit Jahren, wird gefeiert. Nie war sie seit der Wiedervereinigung so hoch wie heute! Die Maßnahmen greifen, weiter so! Jedoch: die Kinderzahlen, die hier gefeiert werden, liegen nach wie vor sehr sehr weit unter denen, die wir bräuchten, um unser zügiges Aussterben zu verhindern: […]

Von Bastian Volkamer

CDU-Parteitag: Wer ist der größte Gegner?

[…] Auf Dauer ist ein „Wir schaffen das!“ einfach zu wenig, vor allem dann, wenn noch immer niemandem so recht klar ist, was dieses „das“ eigentlich sein soll. Zu behaupten, die deutschen Grenzen seien nicht zu sichern, gleichzeitig aber eine Grenzsicherung der EU nach außen zu fordern, erscheint wenig plausibel. Dass es für ein Asylrecht nach deutschem Muster keine „Obergrenze“ geben kann, wäre für mich durchaus einsichtig, weiter eine „Willkommenskultur“ zu pflegen und darauf zu bauen, dass der Flüchtlingsstrom schon abebbe und/oder sich auf ganz Europa verteilen ließe, ist nur noch blauäugig. Und dafür neun Minuten Standing Ovations zu kassieren … da ist jede Minute Werbung für andere Parteien, zuvorderst die AfD. […]

Von Felix Honekamp

Neues aus der Anstalt: Transager

[…] Wie mit einer zweiten Welle ist die gesamte Gender-Thematik inzwischen überrollt worden und längst bei ganz neuen Opfergruppen angelangt, während die Mehrheit der naiven Politiker immer noch denkt, man betreibe mit der Finanzierung von Gender-Beauftragten und Gender-Lehrstühlen irgendeine Form von Frauenförderung. Das „andere“ Geschlecht ist längst der „Vielfalt der Geschlechter“ gewichen, die Definition von Geschlecht wiederum ist
für vogelfrei erklärt. […]

Von Birgit Kelle

Wort des Jahres: Warum „Flüchtlinge“ eine gute Wahl ist

[…] Die viel wesentlichere Frage ist aber doch, was eigentlich genau ein Flüchtling sein soll? Wie wir letztlich erst einer Talkshow entnehmen konnten, haben sogar führende Empörungspolitiker nur eine diffuse Vorstellung davon, wer in Deutschland als Flüchtling anerkannt wird – zum Beispiel niemand aus einem sicheren Drittland. So kann man den Begriff natürlich im Prinzip „neutralisieren“, in dem man einfach jeden als Flüchtling bezeichnet, der vor irgendwas auf der Flucht ist: Vor politischer Verfolgung, vor religiösen Fundamentalisten, vor Naturkatastrophen, vor Armut, … vor Unannehmlichkeiten welcher Art auch immer? […]

Die Regierenden sind nackt

[…] Angesichts des derzeitigen Verhaltens der Regierung und besonders der Bundeskanzlerin mehren sich die Zweifel. Hat man da in Berlin wirklich noch „das Wohl des Deutschen Volkes“ im Auge? Tut man im Kanzleramt wirklich mit realistischem Blick alles, um den „Nutzen des Volkes zu mehren“. Erkennt man Fehler noch oder dürfen die nicht mehr ausgesprochen werden, damit die Regierende ihr Gesicht wahren kann? Wird da „Schaden abgewendet“ oder schweigen die Hintersassen – allen voran Fraktionschef Kauder – aus purem Machtkalkül und persönlichem Ehrgeiz. […]

Von Dominik Ventus

„Der Antichrist im Vatikan!“ – Geht’s noch?

[…] Bislang fehlt jeder Nachweis, dass der Papst sich gegen die katholische Lehre wendet. Das wünschen sich auch viele Kräfte außerhalb der Kirche, in seltener Einmütigkeit mit innerkirchlichen Papstkritikern. Die würden solche Nachweise zwar anders bewerten, scheinen sie aber dennoch herbeizusehen, um endlich Recht gehabt zu haben. Der Papst hat an der Morallehre der Kirche keine Änderung vorgenommen, er hat keine Änderung an der Sakramentalität der Ehe vorgenommen, keine Änderung an der Eucharistielehre. Er setzt sicher andere Akzente als sein Vorgänger, in seinen Reden und Predigten genau so wie mit seinen personellen Vorlieben, aber das ist nicht antikatholisch, das ist nur anders, als manche Katholiken sich das wünschen. […]

Von Felix Honekamp

Westliche Hybris

[…] Ich kann der Meinung sein, die westliche Präsenz, sei sie wirtschaftlich oder militärisch, zerstöre andere Kulturen und bringe Terroristen hervor. Genauso gut kann ich sagen, noch viel mehr Intervention in den Herkunftsländern der Terroristen sei notwendig. Gleich welcher Argumentation ich folge: die Lösung des Problems, davon sind wir alle überzeugt, liegt bei uns. Wie könnte es anders sein? Sind wir doch daran gewöhnt, die Probleme der Welt zu lösen. Eines steht doch fest: die Welt wird nur gut, wenn sie ist, wie wir sind: demokratisch, tolerant und offen für alles. Alles und jedes darf bekämpft werden, nur wir und unsere Vorstellungen nicht. Wir sind Ursache und Grund für alles. […]

Von Bastian Volkamer

NPD-Verbot: Ein Kurzschluss für Demokratie und Freiheit

[…] „Keine Freiheit den Feinden der Freiheit“ – dieser Satz wird in der Diskussion um das NPD-Verbotsverfahren nicht selten kolportiert. Er klingt auch verlockend nachvollziehbar. Es muss einen aber frösteln, wenn man weiß, dass er von Louis Antoine Léon Saint-Just stammt, einem der fanatischsten Köpfe der französischen Revolution. […]

Von Felix Honekamp

Mark und die Milliarden

[…] Es ist müßig zu spekulieren, was aus dem Geld werden wird, das in Fonds, Stiftungen, Hilfswerken und anderen (Wohltätigkeits-)Organisationen landen wird. Es wird ein Machtfaktor sein und es wird Politik machen. Das ist schon jetzt klar. Das nicht kontrollieren zu können, ist für einen alten Europäer kaum auszuhalten. In den USA geht das. […]

Von Peter Winnemöller