Westliche Hybris

[...] Ich kann der Meinung sein, die westliche Präsenz, sei sie wirtschaftlich oder militärisch, zerstöre andere Kulturen und bringe Terroristen hervor. Genauso gut kann ich sagen, noch viel mehr Intervention in den Herkunftsländern der Terroristen sei notwendig. Gleich welcher Argumentation ich folge: die Lösung des Problems, davon sind wir alle überzeugt, liegt bei uns. Wie könnte es anders sein? Sind wir doch daran gewöhnt, die Probleme der Welt zu lösen. Eines steht doch fest: die Welt wird nur gut, wenn sie ist, wie wir sind: demokratisch, tolerant und offen für alles. Alles und jedes darf bekämpft werden, nur wir und unsere Vorstellungen nicht. Wir sind Ursache und Grund für alles. [...] Von Bastian Volkamer

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Mark und die Milliarden

[...] Es ist müßig zu spekulieren, was aus dem Geld werden wird, das in Fonds, Stiftungen, Hilfswerken und anderen (Wohltätigkeits-)Organisationen landen wird. Es wird ein Machtfaktor sein und es wird Politik machen. Das ist schon jetzt klar. Das nicht kontrollieren zu können, ist für einen alten Europäer kaum auszuhalten. In den USA geht das. [...] Von Peter Winnemöller

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Mark Zuckerberg und wie ein ARD-Korrespondent die Welt sieht

[...] Lass das mal den Papa-Staat machen! Wer sich dieser Logik entzieht, aus Erfahrung klug geworden nicht glauben mag, dass eine staatliche Behörde auch nur irgendetwas besser kann als eine Privatintitiative, der wird als unsozial dargestellt. Wer seine Freiheit nicht an der Wahlkabine und dem Finanzamt abgeben will, der handelt – so die verquere Logik – automatisch gegen das Gemeinwohl. Denn schließlich zahlen doch alle in dieses Fass ohne Boden, von dem wir alle wissen, dass es auch noch löchrig ist – da ist es doch ungerecht, wenn sich jemand ausklinkt, und sei es auch mit legalen Mitteln. [...] Von Felix Honekamp

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Warum Erben gerecht ist

Der »Ankereffekt« ist ein allgegenwärtiger Mechanismus unseres zwischenmenschlichen Miteinanders – die Verzerrung eines Urteils durch willkürliche Informationen im Umfeld einer Entscheidung. Jeder kennt das, etwa vom Flohmarkt: Wer zuerst einen Preis vorschlägt, setzt den Anker, um den herum verhandelt wird. Jede Preisvorstellung wird unweigerlich durch das erste Gebot beeinflusst. Deswegen können gewiefte Händler großzügige Rabatte geben und ziehen einen trotzdem über den Tisch. Von Gerd Maas

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