Demokratie? Ja, aber …

[...] Es bleibt aber immer ein Widerspruch bestehen, den die Demokratie beinhaltet: Wenn Demokratie die „Herrschaft des Volkes“ ist, dann ist ihr Gegenteil eben nicht die Herrschaft eines Despoten sondern die „Selbstherrschaft“ oder besser: die Selbstbestimmung. Der Reiz der Demokratie liegt in der Mitbestimmung zu Entscheidungen, die in der Geschichte von Monarchen oder Diktatoren getroffen wurden. Die Essenz der Freiheit, so der libertäre Gelehrte Roland Baader in den 2008 erschienen Freiheitsfunken, ist aber nicht die Mitbestimmung sondern die Selbstbestimmung. Zu ihr steht die Demokratie – als Herrschaftsform – im Widerspruch. [...] Von Felix Honekamp

Weiterlesen.

Schützt die Demokratie vor den Demokraten!

[...] Versuchen Sie mal den Bundeshaushalt zu lesen und zu verstehen. Nur echte Experten werden das hinkriegen. Ein Kommunalhaushalt zu lesen kann man lernen. Das ist nicht schwer. Schwerer ist es auch nicht einen Bundeshaushalt zu lesen, aber die Menge an Haushaltspositionen – und was dahinter steht - wird jeden (n.b. auch den Finanzminister) schlicht überfordern. Ähnliches gilt für andere komplexe Gesetzesvorhaben. Auch wenn man der Ansicht ist, es seien in letzter Zeit mehr schlechte als gute Gesetze gemacht worden, wofür es gute Gründe gibt, so mag man sich gar nicht ausmalen, was Gesetzeskraft erlangt hätte, hätten alle wahlberechtigten Bundesbürger darüber abgestimmt. Die Komplexität größerer Systeme verlangt ein wesentlich höheres Maß an repräsentativen demokratischen Elementen. [...]

Weiterlesen.

Jakob Augstein: Vox populi, vox Rindvieh!

[...] Demokratie und Freiheit bedingen sich nicht, sind auch nicht komplementär – im Gegenteil stehen sie in einem Spannungsverhältnis zueinander! Wenn sich also Jakob Augstein gegen die Demokratie ausspricht – und er kann noch so sehr versuchen, das zu ummänteln: seine Aussagen bleiben gegen die Demokratie gerichtet – dann liegt er damit gar nicht so sehr falsch. Seine Schlussfolgerungen sind es, weil er offenbar eine sozialistisch gestrickte Parteien- und Gremienautokratie vor Augen hat, deren Mitglieder darüber entscheiden, was für die Menschen gut ist und sie vor sich selbst schützen sollen. Er richtet sich gegen die Demokratie, weil ihm die Ergebnisse nicht gefallen. [...] Von Felix Honekamp

Weiterlesen.

Panama-Papers: Ein Sumpf an Steuerhinterziehung. Na und?

[...] Steuern zahlen, damit ein Falk Richter noch mehr solche Stücke wie „Fear“ auf die Bühne bringen kann, in der – politisch korrekt – gegen alles, was sich kritisch gegen Migrantenstrom und Gender Mainstreaming wendet, gehetzt wird? Steuern zahlen, damit Kita-Erzieherinnen noch besser darin geschult werden, kleinen Kindern die sexuelle Selbstbestimmung nahezubringen und ihr bereits vorhandenes „heteronormatives Weltbild“ auszutreiben? Möglicherweise – und niemand kann derzeit wohl das Gegenteil beweisen – hat der eine oder andere deutsche Steuerhinterzieher mit seinem ersparten Geld durchaus auch kulturelle Initiativen gefördert? Vielleichst steckt der eine oder andere von ihnen Geld in die Ausstattung von Kindergärten mit altersgerechtem Spielzeug. Aber selbst wenn die Mehrzahl das Geld lediglich verprasst oder weiter anhäuft, dann wäre doch jeder Euro mehr in sozialklempnerische Aktivitäten des Staates bei weitem schlimmer. [...]

Weiterlesen.

Das Kreuz mit der Feindesliebe

[...] Es ist außerdem fahrlässig, zu unterschlagen, dass der Gewaltverzicht Martyrium bedeutet. Es geht hier also nicht um „make love not war“, als ob die Terroristen, von der Liebe überwältigt, uns verschonen würden. Auf lange Sicht lassen Gewaltverzicht und Liebe das Gute siegen – das Wachstum der Kirche in den ersten Jahrhunderten trotz (oder wegen) schwerster Verfolgung legt beredtes, eindrucksvolles Zeugnis davon ab. Aber uns würde eine solche Haltung Standhaftigkeit und Treue buchstäblich „bis in den Tod“ abverlangen. Während sich „den Feind lieben“ romantisch, ethisch anspruchsvoll, pazifistisch und einfach schön anhört, ist die Aussicht, hingemetzelt zu werden weniger attraktiv, weshalb diese Folge der Gewaltlosigkeit bei Frau Käßmann auch nur am Rande zur Sprache kommt. [...] Von Anna Diouf

Weiterlesen.

Einfach mal innehalten

[...] Es erfüllt den Beobachter mit Staunen, dass die deutlichste Botschaft des Wahlabends nicht durchgedrungen ist: Ihr habt diffamiert und ignoriert, und ein Wahlvolk mit Gerechtigkeitsempfinden und der dumpfen Vermutung, dass es hinters Licht geführt werden soll von Politikern, die den Satz "Dem deutschen Volke" für veraltet und nicht verbindlich halten, hat sich für den Underdog entschieden. Das Verhalten der "Etablierten" hat, exakt so, wie es warnende Stimmen aus dem konservativen Lager seit Monaten haben verlauten lassen, die AfD glaubwürdig gemacht - ebenso wie tätliche Angriffe auf ihre Mitglieder oder deren Besitz. Den Wahlkampf für die AfD haben ihre entschiedensten Gegner am leidenschaftlichsten und uneinsichtigsten geführt und es sieht nicht so aus, als hätte Selbstkritik hier Hochkonjunktur. [...] Von Anna Diouf

Weiterlesen.

Europa treibt es bunt

[...] Eigentlich aber zeigt diese Internetseite ein viel gravierenderes Problem als kulturellen Sprengstoff in Sachen Sex: Wir lernen beim Browsen durch die Einträge, dass die deutsche Gesellschaft in egoistisch-hedonistischer Manier sexualisiert ist – bei konsequenter Verkürzung des Begriffes „Sexualität“ auf „Sex“. Alles ist okay, alles, was Spaß macht, ist nicht nur erlaubt, sondern auch gut. Nach der Maxime „Nimm ein Kondom und tu, was immer du willst“, scheint die einzige Verantwortung, die man uns zumutet, die der Verhütung zu sein. Sämtliche Dimensionen der Sexualität abgesehen von der körperlichen werden auf inakzeptable Weise verkürzt. Vom „Verliebt sein“ etwa hat jeder normal entwickelte Fünfjährige ein elaborierteres Konzept als das hier dargelegte. [...] Von Anna Diouf

Weiterlesen.

Umdeutung: Kulturkritik wird zum Rassismus

[...] „I should say that this was one of the most thrilling experiences of recent life for me. And it's exactly what I want for this instrument, to get rid of this idea that music is just an objective lovely thing after morning coffee. I'm pretty sure this is the first time a harpsichord concert has occasioned riot-like conditions. Awesome.“ – „Ich muss sagen, dass das eine der aufregendsten Erfahrungen meines Lebens war in der letzten Zeit. Und es ist genau das, was ich für dieses Instrument will, dass man sich von der Einstellung löst, dass Musik einfach nur eine nette Sache nach dem Kaffeetrinken ist.“ [...] Von Anna Diouf

Weiterlesen.

Ich muss mir mal Luft machen!

[...] Bürgerlichkeit wird mit Christentum verwechselt, Unbeweglichkeit mit Gesundheit und der eigene Angstschweiß mit dem Wohlgeruch des Himmels. Und messerscharf wird geschlossen: der Islam ist stärker als das Christentum und eine Gefahr, wo man doch tatsächlich meint: diese Herausforderung könnte stärker sein als unser Wohlstand. Wäre man in Christus verwurzelt, wüsste man, dass es wieder und wieder neue Früchte geben wird. Dass der Weinstock wachsen muss, nicht sich unser Kühlschrank mit Trauben füllen muss. Das erste, was verginge, wäre die Angst. Und der Blick wäre ein anderer. [...] Von Bastian Volkamer

Weiterlesen.

Karneval: Düsseldorf – Köln … 0 : 0

[...] An den Islamismus hat man sich nicht rangetraut, stattdessen bekamen Baschar al-Assad, der Präsident Syriens, Kim Jong-Un, sein Pendant aus Nordkorea, und – hinter ihnen stehend – Wladimir Putin ihr Fett weg, als die „Scheinheiligen“, die angeblich der Meinung wären, ihnen gebühre der Friedensnobelpreis. Sicher, alles auf ihre Art Diktatoren, einer immerhin leidlich demokratisch gewählt, jedenfalls aber doch nicht der unberechenbare Schrecken der Welt! Und ich sag’s mal so: Auf einem echt kritischen Wagen wäre wenigstens Barack Obama (Sie erinnern sich: Der, der es bis heute nicht geschafft hat, die Guantanamo-Internierungslager zu schließen) mit der Medaille vor den Dreien hergelaufen. So aber war dieser Wagen an Gratismut kaum zu überbieten. [...] Von Felix Honekamp

Weiterlesen.