Wie man Wasser in Eis verwandelt

[...] Sternberg: „... Wir hatten am 29. April in Münster den bundesweiten Tag der Diakonin. Da wurden die Frauenverbände immer schräg angesehen, dass sie hier mit einer solchen Vehemenz auf den Diakonat der Frau pochen. Und zwei Wochen später verkündet der Papst vor Ordensfrauen in Rom, dass er genau das jetzt etwas intensiver prüfen werde. ...“ Hat Sternberg den Originaltext oder eine fundierte Übersetzung gelesen? Wenn nicht, so sei ihm das dringend ans Herz gelegt. Selbst Frau Florin weist ihn ja immerhin darauf hin, dass seine Interpretation ein wenig hoch gegriffen ist. [...] Von Martin Wind

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Bedrängte Christen alleingelassen

[...] Jesus hat uns Christen gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er hat uns nicht mitgegeben, dass wir der weiche und süße Weckmann der Öffentlichkeit und der Political Correctness sein sollen, der beinahe allen schmeckt. Mit politisch fein austarierten Statements, die niemandem weh tun, aber auch keinem helfen, werden Bischöfe ihrer großen Verantwortung nicht gerecht. Da ist dann auch konziliante Konfrontation gefragt, und das Einfordern unbequemer Lösungen. Man sollte von Bischöfen erwarten können, dass sie die Erstaufnahmelager besuchen, dass sie Behörden Dampf unter dem Hintern machen und Redaktionen sensibilisieren. [...] Von Martin Wind

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Katharina von Siena. Und andere Frauen in der Kirche …

[...] Auch leitende und wichtige beratende Tätigkeiten werden mehr und mehr von Frauen ausgeübt. So ernannte Papst Franziskus 2014 die im Fach Dogmatik habilitierte Franziskanerin Maria Domenica Melone zur Rektorin der Päpstlichen Universität Antonianum und im Jahr darauf die italienische Historikerin Stefania Nanni, Professorin für „Geschichte der Neuzeit“ an der römischen Universität La Sapienza, zur Konsultorin der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Im gleichen Jahr nahm ein 24-köpfiges Beraterinnen-Gremium mit Frauen aus Wissenschaft und Medien, Diplomatie und Politik, Bildung und Gesundheitswesen die Arbeit im Päpstlichen Kulturrat auf.[...] Von Josef Bordat

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Österreich und die FPÖ: Lernen von den Ösis!

[...] Dass die Demokratie so ihre Tücken hat, habe ich bereits verschiedentlich beschrieben. Hier wird die Wahl aber zu einem Lackmustest der Politik: Sind etablierte Parteien in einem Land bereit, wenigstens auf dieser Ebene den Wählerwillen zu erfüllen, oder setzt man – aus den verschiedensten Gründen, die ich gar nicht nur negativ bewerten will – alles daran, eine politische Kraft, die die relative Mehrheit bereits errungen hat, zu unterdrücken? Gelten politische Positionen zwischen etablierten Parteien noch etwas oder ist der Machterhalt die oberste Maxime? Wird in einem politischen Umfeld wie jetzt in Österreich der Feind meines Feindes mein Freund oder reicht es noch für Grauschattierungen, die vielleicht nicht kurzfristig das Präsidentenamt vor einem angeblich rechtspopulistischen Bewerber schützen, aber doch die Demokratie vor dem Parteienproporz der Etablierten? [...] Von Felix Honekamp

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Barmherzigkeit: Bin ich der Nächste?

[...] Zwischenzeitlich wird berichtet, dass die Auswahl der Flüchtlinge, die mit durften durch ein Losverfahren erfolgte, was ich für zumindest bedenklich halte. Die Kritik aber auch von vielen Katholiken, dass der Papst zunächst christliche Flüchtlinge hätte berücksichtigen müssen, erscheint zwar weltlich verständlich, prallt aber genau an diesem Gleichnis des Barmherzigen Samariters ab: Darf ich für den flüchtenden Moslem weniger der Nächste sein, als für einen flüchtenden Christen? [...] Von Felix Honekamp

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Kirche doch nicht bedeutungslos? Ein Hoffnungsschimmer

[...] Erst, wenn nicht-katholische Eltern ihre nicht-katholischen Kinder mit einem Schulterzucken in die Obhut eines Pfarrers entlassen, erst dann, wenn die Einladung in die Kirche so behandelt wird wie ein Wandertag ins Grüne oder ein Besuch im Currywurstmuseum, erst dann also, wenn im kollektiven Bewusstsein nicht-katholischer Eltern von der Kirche keinerlei Gefahr für das nicht-katholische Gewissen ihrer Kinder ausgeht, hätte die Kirche verloren. Und zwar deutlich. [...] Von Josef Bordat

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Demokratie? Ja, aber …

[...] Es bleibt aber immer ein Widerspruch bestehen, den die Demokratie beinhaltet: Wenn Demokratie die „Herrschaft des Volkes“ ist, dann ist ihr Gegenteil eben nicht die Herrschaft eines Despoten sondern die „Selbstherrschaft“ oder besser: die Selbstbestimmung. Der Reiz der Demokratie liegt in der Mitbestimmung zu Entscheidungen, die in der Geschichte von Monarchen oder Diktatoren getroffen wurden. Die Essenz der Freiheit, so der libertäre Gelehrte Roland Baader in den 2008 erschienen Freiheitsfunken, ist aber nicht die Mitbestimmung sondern die Selbstbestimmung. Zu ihr steht die Demokratie – als Herrschaftsform – im Widerspruch. [...] Von Felix Honekamp

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Schützt die Demokratie vor den Demokraten!

[...] Versuchen Sie mal den Bundeshaushalt zu lesen und zu verstehen. Nur echte Experten werden das hinkriegen. Ein Kommunalhaushalt zu lesen kann man lernen. Das ist nicht schwer. Schwerer ist es auch nicht einen Bundeshaushalt zu lesen, aber die Menge an Haushaltspositionen – und was dahinter steht - wird jeden (n.b. auch den Finanzminister) schlicht überfordern. Ähnliches gilt für andere komplexe Gesetzesvorhaben. Auch wenn man der Ansicht ist, es seien in letzter Zeit mehr schlechte als gute Gesetze gemacht worden, wofür es gute Gründe gibt, so mag man sich gar nicht ausmalen, was Gesetzeskraft erlangt hätte, hätten alle wahlberechtigten Bundesbürger darüber abgestimmt. Die Komplexität größerer Systeme verlangt ein wesentlich höheres Maß an repräsentativen demokratischen Elementen. [...]

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Jakob Augstein: Vox populi, vox Rindvieh!

[...] Demokratie und Freiheit bedingen sich nicht, sind auch nicht komplementär – im Gegenteil stehen sie in einem Spannungsverhältnis zueinander! Wenn sich also Jakob Augstein gegen die Demokratie ausspricht – und er kann noch so sehr versuchen, das zu ummänteln: seine Aussagen bleiben gegen die Demokratie gerichtet – dann liegt er damit gar nicht so sehr falsch. Seine Schlussfolgerungen sind es, weil er offenbar eine sozialistisch gestrickte Parteien- und Gremienautokratie vor Augen hat, deren Mitglieder darüber entscheiden, was für die Menschen gut ist und sie vor sich selbst schützen sollen. Er richtet sich gegen die Demokratie, weil ihm die Ergebnisse nicht gefallen. [...] Von Felix Honekamp

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Freude hat es nicht gemacht

[...] Barmherzigkeit ist kein neues Superdogma, wie einige versuchen, uns weiszumachen. Bei genauem Lesen des Textes zeigt sich dies auch recht deutlich. Wenn der Papst z.B. davon spricht, daß es keine Gradualität des Gesetzes geben kann. [...] Von Peter Winnemöller

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