Westliche Hybris

[...] Ich kann der Meinung sein, die westliche Präsenz, sei sie wirtschaftlich oder militärisch, zerstöre andere Kulturen und bringe Terroristen hervor. Genauso gut kann ich sagen, noch viel mehr Intervention in den Herkunftsländern der Terroristen sei notwendig. Gleich welcher Argumentation ich folge: die Lösung des Problems, davon sind wir alle überzeugt, liegt bei uns. Wie könnte es anders sein? Sind wir doch daran gewöhnt, die Probleme der Welt zu lösen. Eines steht doch fest: die Welt wird nur gut, wenn sie ist, wie wir sind: demokratisch, tolerant und offen für alles. Alles und jedes darf bekämpft werden, nur wir und unsere Vorstellungen nicht. Wir sind Ursache und Grund für alles. [...] Von Bastian Volkamer

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Leben vor oder nach dem Tod?

[...] Nur der Tod lässt sich nicht wegregeln. Nach dem Motto „Was ich nicht vertreiben kann, fresse ich!“ verleibt die verzweifelte Gesellschaft sich ihn ein. Seine Endgültigkeit wird kurzerhand zur persönlichen Option umdefiniert: Sterben auf Verlangen. Die eigenen Vorstellungen von Würde bieten die Gründe dafür. Das eigene Ende soll als letzter Akt der Freiheit erscheinen. Der Tod ist besiegt, weil man vor seinem Stachel davonläuft. [...] Von Bastian Volkamer

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„Fear“: Warum Falk Richter zu Recht Angst hat

Manche meinen, das Theaterstück „Fear“ sei pure Hetze. Man kann es aber auch als Symptom sehen. „Fear“ heißt das Stück, dass von Falk Richter in Berlin auf die Bühne gebracht wurde, und über dessen mangelnde künstlerische Qualitäten einerseits und die darin enthaltene menschenverachtende Hetze gegen alles, was anders denkt als Richter und seine peer-group, andererseits, eigentlich schon alles gesagt ist. Ich selbst habe das Stück nicht gesehen, daher werde ich mich auch nicht zu einer vertieften Kritik versteigen, aber warum ein Theaterstück, in dem dazu aufgefrufen wird, Vertretern konservativer Positionen zwischen die Augen zu schießen, auf einer staatlichen Bühne aufgeführt und staatlich gefördert wird, dazu fehlt mir die Phantasie (nein, eigentlich nicht, aber ich will es nicht wahrhaben). Von Felix Honekamp

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Alle irgendwie Nazi …

Auf dem Weg in die totale Diskursverweigerung ist das Theaterstück FEAR an der Berliner Schaubühne nur trauriger Höhepunkt. Der Versuch, Gender-Kritik als rechtsradikal zu ächten, anstatt sie argumentativ gekonnt zu zerlegen beweist vor allem eines: Die Angst der Protagonisten vor dem Verlust ihrer Diskurshoheit. Bei allem, was man von dem Theaterstück FEAR von Falk Richter […]

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