Demokratie ist, wenn man auch mal verliert

[...] In einem Klima, in dem Meinungen nur dann geduldet werden, wenn sie eben geduldet werden, weil sie zur Stimmung passen, und in dem diejenigen, die für genau dieses Klima verantwortlich sind, auch noch meinen, sie seien die Hüter der Meinungsfreiheit, in einem solchen Klima ist die Demokratie eine Veranstaltung, die zur Durchsetzung der eigenen Interessen dient. Mehr nicht. Und wenn die Interessen derer, die in den Redaktionen sitzen, nicht durchgesetzt werden, ist es eben keine Demokratie. [...] Von Josef Bordat

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„Der Antichrist im Vatikan!“ – Geht’s noch?

[...] Bislang fehlt jeder Nachweis, dass der Papst sich gegen die katholische Lehre wendet. Das wünschen sich auch viele Kräfte außerhalb der Kirche, in seltener Einmütigkeit mit innerkirchlichen Papstkritikern. Die würden solche Nachweise zwar anders bewerten, scheinen sie aber dennoch herbeizusehen, um endlich Recht gehabt zu haben. Der Papst hat an der Morallehre der Kirche keine Änderung vorgenommen, er hat keine Änderung an der Sakramentalität der Ehe vorgenommen, keine Änderung an der Eucharistielehre. Er setzt sicher andere Akzente als sein Vorgänger, in seinen Reden und Predigten genau so wie mit seinen personellen Vorlieben, aber das ist nicht antikatholisch, das ist nur anders, als manche Katholiken sich das wünschen. [...] Von Felix Honekamp

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Papst, Afrika und Kondome – immer wieder das Gleiche

[...] Das Dilemma der Kirche liegt nicht in der Frage, „Kondome ja oder nein?“ sondern in der Frage, wie man mit Menschen umgehen kann, die eigentlich gerne Kinder zeugen würden, aber mit Aids infiziert sind, die ihre Sexualität gerne schöpfungsgemäß in der Ehe leben wollen, aber aus welchen Gründen auch immer den Partner und ein potenzielles Kind damit gefährden würden. [...] Von Felix Honekamp

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Leben vor oder nach dem Tod?

[...] Nur der Tod lässt sich nicht wegregeln. Nach dem Motto „Was ich nicht vertreiben kann, fresse ich!“ verleibt die verzweifelte Gesellschaft sich ihn ein. Seine Endgültigkeit wird kurzerhand zur persönlichen Option umdefiniert: Sterben auf Verlangen. Die eigenen Vorstellungen von Würde bieten die Gründe dafür. Das eigene Ende soll als letzter Akt der Freiheit erscheinen. Der Tod ist besiegt, weil man vor seinem Stachel davonläuft. [...] Von Bastian Volkamer

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Die Negers von Afrika

Denn, so haben wir gelernt: Wenn Haben auf dem Konto blinkt, der ungebildete, sozial abhängige Afrikaner, der sich nicht für Fußball interessiert und auch sonst ziemlich weit neben der Spur liegt, in die Kirche springt. Das Leben kann manchmal so einfach sein. [...] Von Josef Bordat

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„Ja, wenn es doch so geschrieben steht!“

Beinahe wundert man sich, dass man ruhig bleiben kann, angesichts der trockenen Mitteilung der Zeitung. Wenn man sich erinnert, mit welchem Aufwand der „Skandal“ landauf, landab von beinahe allen Medien thematisiert wurde, wie die Betonung der „Katholizität“ der Einrichtung beinahe schon zm Qualitätsmerkmal des „Missbrauchs“ wurde, wie mit Personal dieser Einrichtung – mit Sicherheit auch mit Blick auf die zu erwartende Berichterstattung – vorverurteilend umgegangen wurde, so hat die Art der jetzigen Berichterstattung etwas ernüchterndes. [...] Von Dominik Ventus

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Das ZdK, der Professor und die Tötungsscheine

Abtreibungen in Deutschland demnächst auch mit kirchlichem Segen! Das scheint die schöne neue Kirchenwelt zu sein, jedenfalls dann, wenn es nach dem neu gewählten Vorsitzenden des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ (ZdK), Prof. Thomas Sternberg, geht. Mit diesem Gremium haben lehramts- und papsttreue Katholiken schon seit jeher ein Problem, setzen sie doch immer wieder die Themen auf ihre Agenda, die aus der Giftküche des kleines Häretikers stammen könnten: [...] Von Felix Honekamp

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Leitkultur kann man nicht machen

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kann keine Basis für eine Leitkultur sein. Es ist schlicht nicht möglich, daß eine noch so gut gemachte Rechtsnorm zur Basis einer Leitkultur wird. Das Grundgesetz ist dazu auch schlicht nicht geeignet. Vielmehr ist das Grundgesetz gerade umgekehrt der in Buchstaben gegossene Ausdruck der Leitkultur unserer Gesellschaft. Um dies zu verstehen reicht ein Blick in die Präambel dieses Werkes. [...] Von Peter Winnemöller

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Papstbesuch: Ich bin nicht sicher …

Ein Papstbesuch in Deutschland wäre ein Grund zur Freude. Es gibt aber auch ein „aber“. Der Papst 2016 in Deutschland? Das ist es, was gerade nach einer Audienz von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), berichtet wird (z.B. hier). Das wäre wirklich toll! Je früher, desto besser, vor allem, damit nicht allzu viel Zeit bleibt, den Besuch medial so vorzubereiten, wie es den Interessengruppen in den Kram passt (wohlgemerkt „den“, nicht „manchen“ Interessengruppen). Denn machen wir uns nichts vor: Von Felix Honekamp

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Sterbehilfe: Aktiv und passiv

Es gibt einen Unterschied zwischen “töten” und “sterben lassen”. Auch, wenn es in der Konsequenz (langfristig) dasselbe ist, ob man einen 35jährigen Mann erschießt oder eben 50 oder 60 Jahren wartet, bis er “von selbst” stirbt, beurteilen wir “erschießen” und “warten” moralisch und rechtlich unterschiedlich. Das ist trivial, man muss es sich aber für die Sterbehilfedebatte noch einmal so klar vor Augen führen. [...] Von Josef Bordat

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