Das Kreuz mit der Feindesliebe

[...] Es ist außerdem fahrlässig, zu unterschlagen, dass der Gewaltverzicht Martyrium bedeutet. Es geht hier also nicht um „make love not war“, als ob die Terroristen, von der Liebe überwältigt, uns verschonen würden. Auf lange Sicht lassen Gewaltverzicht und Liebe das Gute siegen – das Wachstum der Kirche in den ersten Jahrhunderten trotz (oder wegen) schwerster Verfolgung legt beredtes, eindrucksvolles Zeugnis davon ab. Aber uns würde eine solche Haltung Standhaftigkeit und Treue buchstäblich „bis in den Tod“ abverlangen. Während sich „den Feind lieben“ romantisch, ethisch anspruchsvoll, pazifistisch und einfach schön anhört, ist die Aussicht, hingemetzelt zu werden weniger attraktiv, weshalb diese Folge der Gewaltlosigkeit bei Frau Käßmann auch nur am Rande zur Sprache kommt. [...] Von Anna Diouf

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Was man von ALDI lernen kann – Ostern leicht verständlich

[...] Das bedeutet auch, dass man auf Seiten von Aldi-Süd offenbar einen Bedarf festgestellt hat, an dem nicht wenige Katecheten verzweifeln: Das Glaubenswissen über kirchliche Feste ist weithin verloren gegangen, und doch ist dieses Wissen notwendig, wenn man Ostern oder auch das Weihnachtsfest nicht einfach nur als leere Hülle mit allerlei Konsum auffüllen will. [...] Von Felix Honekamp

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Ich muss mir mal Luft machen!

[...] Bürgerlichkeit wird mit Christentum verwechselt, Unbeweglichkeit mit Gesundheit und der eigene Angstschweiß mit dem Wohlgeruch des Himmels. Und messerscharf wird geschlossen: der Islam ist stärker als das Christentum und eine Gefahr, wo man doch tatsächlich meint: diese Herausforderung könnte stärker sein als unser Wohlstand. Wäre man in Christus verwurzelt, wüsste man, dass es wieder und wieder neue Früchte geben wird. Dass der Weinstock wachsen muss, nicht sich unser Kühlschrank mit Trauben füllen muss. Das erste, was verginge, wäre die Angst. Und der Blick wäre ein anderer. [...] Von Bastian Volkamer

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Gott hat Liebeskummer – unseretewegen …

[...] Eine meiner Vorstellungen des Fegefeuers sieht so aus, dass man dort erkennt, in welchen Situationen man zu wenig geliebt hat, in welchen Situationen man sich von Gott abgewandt hat. Bildlich stelle ich mir vor, dass Jesus mit mir zusammen einen Blick auf mein Leben wirft, wie es war … und mir dann zeigt, wie es hätte sein können, wie er es sich gewünscht hätte. Und ich glaube, diese Momente der Klarheit, die uns da bevorstehen, werden schmerzhaft sein: So viele, unendlich viele verpasste Gelegenheiten, zu lieben, barmherzig zu sein, sein Leben an Christus auszurichten. Und Jesus zeigt mir das nicht, um mich zu quälen, sondern damit ich verstehe: Wie er ist, wie Gott ist, und wie sehr mich Gott liebt. [...] Von Felix Honekamp

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Der letzte Karneval …

[...] Der herrschende Trend hat seinen Humor verloren, wenn er jemals einen hatte. Mag Satire auch alles dürfen, Karneval darf es nicht mehr. So werden wir jetzt erleben, daß gegen Narren ermittelt wird. Narren haben sich womöglich der Volksverhetzung schuldig gemacht. Das macht selbst den Westfalen lachen. Das Lachen bleibt aber im Halse stecken, denkt man an die Folgen. Wenn Narrenfreiheit nun auch der politischen Korrektheit verpflichtet ist, dann ist sie keine Freiheit mehr. Dann liegen die Narren an Leine. Nur totalitäre Systeme fürchten den Narren, denn der Spiegel ist grausam. [...] Von Peter Winnemöller

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Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit – ein Appell

[...] bei tieferer Betrachtung wird es deutlich: Ein religiöser Glaube kann nicht frei ausgeübt werden, wenn es keine Freiheit der Meinungsäußerung gibt, und Journalisten können nicht frei wirken, wenn ein bedeutender Teil der Kultur, über die sie berichten wollen, nur unter strengen behördlichen Kontrollen und absurden Genehmigungsvorbehalten realisiert werden kann. Letztlich basiert auch der Spott über Religion wesentlich auf deren Freiheit. [...] Von Josef Bordat

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Money sells: Ist der Reichtum der Anderen unser Hauptproblem?

[...] Von außen betrachtet muss einen der Weltverfolgungsindex aber skeptisch werden lassen hinsichtlich allzu leicht dahergesagter Wir-schaffen-das-Rhetorik. Notwendig wäre eine eingehende Analyse der Verfolgungssituationen in den einzelnen Herkunftsländern der Flüchtlinge, um möglicherweise Konsequenzen zu ziehen hinsichtlich der Flüchtlings- und Anerkennungspolitik. Das setzt aber eine intensive Beschäftigung mit den Hintergründen voraus und könnte unangenehme Aussagen hinsichtlich der Integrierbarkeit mancher Flüchtlingsgruppen heraufbeschwören. Und also – so muss man wohl annehmen – und weil es auch „nur“ Christen betrifft, deren Verfolgung man in Mitteleuropa sowieso eher widerwillig zur Kenntnis nimmt, bleiben Nachrichten wie die über deren Verfolgungssituation in der Welt eher unbeachtet. [...] Von Felix Honekamp

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Reue sieht anders aus

[...] Nein, nein, und nochmals nein. Halten Sie Ihre Leser eigentlich für dumm? So etwas ist keine „Interpretation“. Es ist eine bewusst falsche Wiedergabe. Zur Interpretation lassen die Worte des Erzbischofs zu diesem spezifischen Thema nämlich wenig Raum. Wie man in seinen Aussagen etwas Frauenfeindliches oder Gewalt Rechtfertigendes finden kann, wird ein Geheimnis bleiben, aber man ist es ja gewöhnt, dass katholische Glaubensaussagen grundsätzlich so verstanden werden, dass man der Kirche etwas vorwerfen kann. [...] Von Anna Diouf

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Keine halben Sachen – eine Hilfestellung

[...] Empört war ich. Doch dann fiel mir die alte Tugend ein, vor der eigenen Türe zu kehren. Hatten wir Blogger nicht auch halbe Sachen gemacht? Hatten nicht auch wir nur angeprangert, aber keinen Lösungsvorschlag unterbreitet? Was, wenn die armen Medienprofis das gar nicht können! [...] Von Bastian Volkamer

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Gute Manieren sind gefragt

[...] Man hat eine skandalöse Meldung übernommen und verbreitet: Erzbischof Rodriguez Plaza habe misshandelten Frauen in seiner Predigt mitgeteilt, sie seien an ihrer Lage selbst schuld. Diese Meldung ist offenbar falsch. Und ist sie falsch, ist sie bösartig und für den Bischof (und die ganze Kirche!) eine schwere menschliche Verletzung. Doch bevor man das offen korrigiert, braucht man offenbar erst einmal viel Zeit zum Nachdenken: Der Artikel sei aufgrund vieler Rückmeldungen vorerst offline schreibt Domradio lakonisch auf Facebook, man habe keine Zugriffsberechtigung heißt es auf der Website. Keine Richtigstellung, keine Entschuldigung. Von KNA kommt nichts. [...] Von Bastian Volkamer

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