„Ja ja, nein nein“

[...] Dem Sexualtrieb, einem wilden Gaul, der ohnehin oft kaum zu reiten ist, wurden die Zügel abgenommen: zügellose Sexualität. Doch was als Befreiung empfunden wurde, ging nach hinten los. Der Gaul tritt um sich und die Gesellschaft findet sich auf seinem Rücken wieder, im Rodeo. Und so treibt die selbstbezogene Leidenschaft im Bett und anderswo ihre traurigen Blüten. [...] Von Bastian Volkamer

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Wie man Wasser in Eis verwandelt

[...] Sternberg: „... Wir hatten am 29. April in Münster den bundesweiten Tag der Diakonin. Da wurden die Frauenverbände immer schräg angesehen, dass sie hier mit einer solchen Vehemenz auf den Diakonat der Frau pochen. Und zwei Wochen später verkündet der Papst vor Ordensfrauen in Rom, dass er genau das jetzt etwas intensiver prüfen werde. ...“ Hat Sternberg den Originaltext oder eine fundierte Übersetzung gelesen? Wenn nicht, so sei ihm das dringend ans Herz gelegt. Selbst Frau Florin weist ihn ja immerhin darauf hin, dass seine Interpretation ein wenig hoch gegriffen ist. [...] Von Martin Wind

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Mehr Freiheit statt Papiergeld

[...] Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgte Wohltäter. Dazu brauch ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott. Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders! [...] Von Felix Honekamp

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Bedrängte Christen alleingelassen

[...] Jesus hat uns Christen gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er hat uns nicht mitgegeben, dass wir der weiche und süße Weckmann der Öffentlichkeit und der Political Correctness sein sollen, der beinahe allen schmeckt. Mit politisch fein austarierten Statements, die niemandem weh tun, aber auch keinem helfen, werden Bischöfe ihrer großen Verantwortung nicht gerecht. Da ist dann auch konziliante Konfrontation gefragt, und das Einfordern unbequemer Lösungen. Man sollte von Bischöfen erwarten können, dass sie die Erstaufnahmelager besuchen, dass sie Behörden Dampf unter dem Hintern machen und Redaktionen sensibilisieren. [...] Von Martin Wind

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Religion und Ideologie. Und das Christentum

[...] Wenn Religion ohnehin und immer Ideologie wäre (und damit alle Religionen – „unterschiedslos“, wie der Verfasser betont), dann würde das auch für das Christentum gelten – insoweit es eine Religion ist. Dann gäbe es aber keine zwei ganz unterschiedlichen Umgangsformen mit Häresie in der Kirchengeschichte, und zwar von Beginn der Christenheit an – eine unideologische (Duldung – argumentative Auseinandersetzung) und eine ideologische (Verfolgung – gewaltsame Bekämpfung). Woher sollte jene kommen, wenn nicht aus der christlichen Religion selbst? Aus der kulturellen und sozialen Umgebung der Antike werden die Impulse sicher nicht gekommen sein. [...] Von Josef Bordat

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Katharina von Siena. Und andere Frauen in der Kirche …

[...] Auch leitende und wichtige beratende Tätigkeiten werden mehr und mehr von Frauen ausgeübt. So ernannte Papst Franziskus 2014 die im Fach Dogmatik habilitierte Franziskanerin Maria Domenica Melone zur Rektorin der Päpstlichen Universität Antonianum und im Jahr darauf die italienische Historikerin Stefania Nanni, Professorin für „Geschichte der Neuzeit“ an der römischen Universität La Sapienza, zur Konsultorin der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Im gleichen Jahr nahm ein 24-köpfiges Beraterinnen-Gremium mit Frauen aus Wissenschaft und Medien, Diplomatie und Politik, Bildung und Gesundheitswesen die Arbeit im Päpstlichen Kulturrat auf.[...] Von Josef Bordat

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Barmherzigkeit: Bin ich der Nächste?

[...] Zwischenzeitlich wird berichtet, dass die Auswahl der Flüchtlinge, die mit durften durch ein Losverfahren erfolgte, was ich für zumindest bedenklich halte. Die Kritik aber auch von vielen Katholiken, dass der Papst zunächst christliche Flüchtlinge hätte berücksichtigen müssen, erscheint zwar weltlich verständlich, prallt aber genau an diesem Gleichnis des Barmherzigen Samariters ab: Darf ich für den flüchtenden Moslem weniger der Nächste sein, als für einen flüchtenden Christen? [...] Von Felix Honekamp

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Kirche doch nicht bedeutungslos? Ein Hoffnungsschimmer

[...] Erst, wenn nicht-katholische Eltern ihre nicht-katholischen Kinder mit einem Schulterzucken in die Obhut eines Pfarrers entlassen, erst dann, wenn die Einladung in die Kirche so behandelt wird wie ein Wandertag ins Grüne oder ein Besuch im Currywurstmuseum, erst dann also, wenn im kollektiven Bewusstsein nicht-katholischer Eltern von der Kirche keinerlei Gefahr für das nicht-katholische Gewissen ihrer Kinder ausgeht, hätte die Kirche verloren. Und zwar deutlich. [...] Von Josef Bordat

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Freude hat es nicht gemacht

[...] Barmherzigkeit ist kein neues Superdogma, wie einige versuchen, uns weiszumachen. Bei genauem Lesen des Textes zeigt sich dies auch recht deutlich. Wenn der Papst z.B. davon spricht, daß es keine Gradualität des Gesetzes geben kann. [...] Von Peter Winnemöller

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Amoris Laetitia: Wie man Missverständnisse vorprogrammiert

[...] All diese Erwartungshaltungen hat der Papst mit seinem Schreiben enttäuscht! Kritiker werfen ihm nun vor, im „vagen“ geblieben zu sein, sich nicht festlegen zu wollen. Wiederum abhängig von der eigenen Position argwöhnen die einen, der Papst betreibe die „Öffnung“ der Ehelehre, andere unterstellen, er traue sich nicht, alte Zöpfe abzuschneiden. [...] Von Felix Honekamp

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