Es wird Zeit für einen „Kampf gegen Extremisten“

[...] Das ist kein Scherz, das ist auch keine Form einer demokratischen Auseinandersetzung um Ideen und Programme. Das ist blanker Terror. Es ist an unseren Politikern und an unseren Gerichten, hier endlich konsequente Abschreckung zu praktizieren: Wer den politischen Mitbewerber - wie auch immer - physisch bedroht oder gar angreift, sollte meines Erachtens konsequent wie ein Verbrecher behandelt werden, der eine schwerer Körperverletzung versucht oder begangen hat. [...] Von Martin Wind

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Wie man Wasser in Eis verwandelt

[...] Sternberg: „... Wir hatten am 29. April in Münster den bundesweiten Tag der Diakonin. Da wurden die Frauenverbände immer schräg angesehen, dass sie hier mit einer solchen Vehemenz auf den Diakonat der Frau pochen. Und zwei Wochen später verkündet der Papst vor Ordensfrauen in Rom, dass er genau das jetzt etwas intensiver prüfen werde. ...“ Hat Sternberg den Originaltext oder eine fundierte Übersetzung gelesen? Wenn nicht, so sei ihm das dringend ans Herz gelegt. Selbst Frau Florin weist ihn ja immerhin darauf hin, dass seine Interpretation ein wenig hoch gegriffen ist. [...] Von Martin Wind

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Mehr Freiheit statt Papiergeld

[...] Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgte Wohltäter. Dazu brauch ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott. Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders! [...] Von Felix Honekamp

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Bedrängte Christen alleingelassen

[...] Jesus hat uns Christen gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er hat uns nicht mitgegeben, dass wir der weiche und süße Weckmann der Öffentlichkeit und der Political Correctness sein sollen, der beinahe allen schmeckt. Mit politisch fein austarierten Statements, die niemandem weh tun, aber auch keinem helfen, werden Bischöfe ihrer großen Verantwortung nicht gerecht. Da ist dann auch konziliante Konfrontation gefragt, und das Einfordern unbequemer Lösungen. Man sollte von Bischöfen erwarten können, dass sie die Erstaufnahmelager besuchen, dass sie Behörden Dampf unter dem Hintern machen und Redaktionen sensibilisieren. [...] Von Martin Wind

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Religion und Ideologie. Und das Christentum

[...] Wenn Religion ohnehin und immer Ideologie wäre (und damit alle Religionen – „unterschiedslos“, wie der Verfasser betont), dann würde das auch für das Christentum gelten – insoweit es eine Religion ist. Dann gäbe es aber keine zwei ganz unterschiedlichen Umgangsformen mit Häresie in der Kirchengeschichte, und zwar von Beginn der Christenheit an – eine unideologische (Duldung – argumentative Auseinandersetzung) und eine ideologische (Verfolgung – gewaltsame Bekämpfung). Woher sollte jene kommen, wenn nicht aus der christlichen Religion selbst? Aus der kulturellen und sozialen Umgebung der Antike werden die Impulse sicher nicht gekommen sein. [...] Von Josef Bordat

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Katharina von Siena. Und andere Frauen in der Kirche …

[...] Auch leitende und wichtige beratende Tätigkeiten werden mehr und mehr von Frauen ausgeübt. So ernannte Papst Franziskus 2014 die im Fach Dogmatik habilitierte Franziskanerin Maria Domenica Melone zur Rektorin der Päpstlichen Universität Antonianum und im Jahr darauf die italienische Historikerin Stefania Nanni, Professorin für „Geschichte der Neuzeit“ an der römischen Universität La Sapienza, zur Konsultorin der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Im gleichen Jahr nahm ein 24-köpfiges Beraterinnen-Gremium mit Frauen aus Wissenschaft und Medien, Diplomatie und Politik, Bildung und Gesundheitswesen die Arbeit im Päpstlichen Kulturrat auf.[...] Von Josef Bordat

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Österreich und die FPÖ: Lernen von den Ösis!

[...] Dass die Demokratie so ihre Tücken hat, habe ich bereits verschiedentlich beschrieben. Hier wird die Wahl aber zu einem Lackmustest der Politik: Sind etablierte Parteien in einem Land bereit, wenigstens auf dieser Ebene den Wählerwillen zu erfüllen, oder setzt man – aus den verschiedensten Gründen, die ich gar nicht nur negativ bewerten will – alles daran, eine politische Kraft, die die relative Mehrheit bereits errungen hat, zu unterdrücken? Gelten politische Positionen zwischen etablierten Parteien noch etwas oder ist der Machterhalt die oberste Maxime? Wird in einem politischen Umfeld wie jetzt in Österreich der Feind meines Feindes mein Freund oder reicht es noch für Grauschattierungen, die vielleicht nicht kurzfristig das Präsidentenamt vor einem angeblich rechtspopulistischen Bewerber schützen, aber doch die Demokratie vor dem Parteienproporz der Etablierten? [...] Von Felix Honekamp

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Barmherzigkeit: Bin ich der Nächste?

[...] Zwischenzeitlich wird berichtet, dass die Auswahl der Flüchtlinge, die mit durften durch ein Losverfahren erfolgte, was ich für zumindest bedenklich halte. Die Kritik aber auch von vielen Katholiken, dass der Papst zunächst christliche Flüchtlinge hätte berücksichtigen müssen, erscheint zwar weltlich verständlich, prallt aber genau an diesem Gleichnis des Barmherzigen Samariters ab: Darf ich für den flüchtenden Moslem weniger der Nächste sein, als für einen flüchtenden Christen? [...] Von Felix Honekamp

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Kirche doch nicht bedeutungslos? Ein Hoffnungsschimmer

[...] Erst, wenn nicht-katholische Eltern ihre nicht-katholischen Kinder mit einem Schulterzucken in die Obhut eines Pfarrers entlassen, erst dann, wenn die Einladung in die Kirche so behandelt wird wie ein Wandertag ins Grüne oder ein Besuch im Currywurstmuseum, erst dann also, wenn im kollektiven Bewusstsein nicht-katholischer Eltern von der Kirche keinerlei Gefahr für das nicht-katholische Gewissen ihrer Kinder ausgeht, hätte die Kirche verloren. Und zwar deutlich. [...] Von Josef Bordat

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Demokratie? Ja, aber …

[...] Es bleibt aber immer ein Widerspruch bestehen, den die Demokratie beinhaltet: Wenn Demokratie die „Herrschaft des Volkes“ ist, dann ist ihr Gegenteil eben nicht die Herrschaft eines Despoten sondern die „Selbstherrschaft“ oder besser: die Selbstbestimmung. Der Reiz der Demokratie liegt in der Mitbestimmung zu Entscheidungen, die in der Geschichte von Monarchen oder Diktatoren getroffen wurden. Die Essenz der Freiheit, so der libertäre Gelehrte Roland Baader in den 2008 erschienen Freiheitsfunken, ist aber nicht die Mitbestimmung sondern die Selbstbestimmung. Zu ihr steht die Demokratie – als Herrschaftsform – im Widerspruch. [...] Von Felix Honekamp

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