Dumm gelaufen

[...] Die Schmuddelecke, in die man den Gegner stellte, ist plötzlich größer, als der eigene Bereich. Die dort standen, haben das Gestalten übernommen und man erkennt nichts mehr wieder. Ausgrenzung ist riskant. Solange ich über das größere Gebeit verfüge, grenze ich andere aus. Wird mein Gebiet aber kleiner, grenzt der Mechanismus plötzlich mich selbst aus, ohne dass er sich irgendwie ändern würde. Stubenarrest ist eine feine Sache, solange man weiß, wo die Stube ist. [...] Von Bastian Volkamer

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Wehrhafte Demokratie?

[...] Dies ist die wahre Einladung an Terroristen: bis wir uns wehren, sind die oft längst fertig. Was jammern wir über offene Grenzen? Terroristen kommen nicht, weil die leicht zu überwinden sind, sondern weil es hinter ihnen so aussieht. Nicht unsere Grenzen sind das Problem. So dicht können wir gar nicht machen: wer rein will, kommt auch rein. Unüberwindbare Grenzanlagen sind nicht das Merkmal des demokratischen Westens. Was lockt, ist der Freiraum hinter diesen Grenzen. Ein Freiraum, der keineswegs zwangsweise daraus folgert, dass wir ein freies Land sind. Eine unabhängige Justiz gehört zu unseren höchsten Gütern. Umso wichtiger ist es, dass sie sich auch so verhält, wie es ihrem Gewicht zukommt: [...] Von Sebastian Volkamer

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Unter dem Radar: Medikamententests an Dementen

[...] Warum auch nicht? Der demente Mensch hat ja am nächsten Tag eh schon wieder vergessen, was man am Vortag mit ihm angestellt hat. [...] Von Heike Sander

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Meinungsbildung und Filterbubble-Autismus

[...] Sind wir für die Herrschaft des Volkes, dann doch für die des real existierenden, oder muss das Volk erst durch eine Umerziehungsmaschinerie gegangen sein, bis es reif dazu ist, seine Meinung abzugeben? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung im Grunde unfähig oder unwillig zu mündiger politischer Betätigung ist. Aber kann ich gleichzeitig Demokrat sein und die verachten, die zum Volk ebenso dazugehören wie ich? Wiederum treffen wir hier auf erstaunliche Phantasielosigkeit. Dass man Trump wählt, weil man mit Clintons Programm nicht einverstanden ist, dass man mit Clintons Programm nicht einverstanden ist, aber dennoch ein denkender, intelligenter- oder gar "guter"- Mensch: Undenkbar. [...] Von Anna Diouf

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Gallionsfiguren versagen im Talkgeschäft

[...] Setzt sie alle ab, die Wills, die Illners, die Maischbergers und die Jauchs. Lasst die Fachleute ran an die Themen, dann kommen solche Rohrkrepierer wie die Willsche Moderation mit der fundamentalistischen Muslima auch eher seltener vor. Einer Antonia Rados hätte eine „Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats der Schweiz“ nicht so auf der Nase herumtanzen können. [...] Von Martin Wind

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Jean-Claude Juncker – der kleine Absolutist

[...] Da gab es welche, die es genossen, mit großem Aufzug vorzufahren und zu beobachten, wie beim Begleitschutz die Türen aufflogen, bevor noch die Fahrzeugkolonne zum Stehen kam. Es waren meistens eher die weniger wichtigen, aber dennoch vorsichtshalber schon mal als „gefährdet“ eingestuften, die Wert auf solchen Popanz legten. Die wirklich wichtigen haben auf solche Auftritte und vor allem auf solche Beeinträchtigungen der Bevölkerung meistens genervt reagiert und ihre Begleiter zu Zurückhaltung aufgefordert. [...] Von Martin Wind

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Die Einheit, der „rote Dany“ und sexueller Missbrauch

[...] Inzwischen hat sich Daniel Cohn-Bendit wortgewaltig und empört von seinen früheren Aussagen distanziert. Er bezeichnet sie als unerträgliche Übertreibungen, die lediglich seinem Geltungsdrang und seiner überschäumenden revolutionären Attitude geschuldet gewesen seien. In allen Gesprächen und Interviews zu diesem mehr als delikaten Thema überlassen die Medien in der Regel ihm ohne weitere Nachfrage die Selbstentlastung. Einem umstrittenen Magazin aus Hamburg, dem SPIEGEL, genügte gar ein schlichtes „Nein“ auf die Frage, ob er je ein Kind „unsittlich“ berührt habe. Da kommt keine Nachfrage und es werden keine Erklärungen abgefragt, wie er denn überhaupt auf die Idee kam, sich gerade mit diesen sexuellen, vorgeblich phantasierten Themen profilieren zu müssen. [...]

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Tödliche Scheinberatung

[...) Als Begründung für eine Soziale Indikation – in über 90 Prozent der Fälle das grundsätzliche Verbot des § 218 StGB hemmend – reicht dann etwa: „Kind passt mir momentan nicht“. Das ist eine Beratung um des Scheines willen, eine Scheinberatung. [...] Von Josef Bordat

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Hass und Häme, Lug und Trug

[...] Wenn die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz sich gegen den "Marsch für das Leben" engagiert, weil sie meint, Beratungen müssten „ergebnisoffen“ sein, dann schlägt sie damit Schwangeren in Not ins Gesicht. Sie sagt damit auf gut deutsch: Ich will mit deinem Leid nichts zu tun haben. Sie sagt damit, dass sie sich für das Leben des Kindes einsetzen will, aber nicht entschieden. Sie will es lieber in Kauf nehmen, dass das Kind stirbt, als anzuecken. [...] Von Anna Diouf

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Neuer Umgang: Wir Bürger werden „vernudged“

[...] Ein vorher zu berechnendes Verhalten wurde ausgelöst, indem ein Medium eine Stinkbombe werfen konnte. Sofort war im üblen Odeur die Ente lokalisiert. Doch statt die Ente zu braten, gesellte man ihr in den kommenden Stunden ein paar Küken bei. Dann die „erlösende“ Nachricht: Es ist ja alles ganz anders. Aber irgendwie doch so ähnlich. [...] Von Peter Winnemöller

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